Das Meer als Supermarkt
Norwegens aquakulturelle Revolution
Der nie enden wollenden Nachfrage an Fisch ist es zu verdanken, dass der Mensch die Ressource Ozean bald restlos ausgebeutet hat. Modernste Fabrikschiffe räumen mit ihren Schleppnetzen auf einer dreißig Kilometer Front alles ab, was im Wasser lebend sich bewegt. Mit ihrer Hightech Ausstattung entkommt ihnen auch die kleinste Sprotte nicht, ihre riesigen Pumpen schlürfen den Meeresboden wie Staubsauger auf. All die Geheimnisse um Fischfanggründe und Untiefen sind heute auf einer Festplatte gespeichert und jedem zugänglich.
Ocean Farming und Aquaculture heißen die beiden neuen Ansätze, mit denen zukünftig die Nachfrage nach Fisch gestillt und das Fortbestehen der Wildfischbestände gesichert werden soll.
Beim Ocean Farming beispielsweise soll durch Meeresdüngung das Plankton Wachstum stimuliert werden und auf diese Weise der Fischbestand um den Faktor 100 wachsen. In aufwendigen Testreihen untersucht man die möglichen globalen Auswirkungen der Meeresdüngung.
Norwegen gehört zu den Pionieren der Aquakultur. Die Züchtung von Fischen in eingezäunten Arealen ist allerdings durch den massiven Einsatz von Antibiotika und Pestiziden in Verruf geraten. Dank modernster Technik und interdisziplinärer wissenschaftlicher Arbeit gelingt es jetzt aber auch hier, ökologischen Gesichtspunkten gerecht zu werden.
hitec. stellt die neuesten Verfahren vor und geht der Frage nach, ob die Fischbestände der Weltmeere vielleicht durch High-tech zu retten sind.
VHS-Videokassette Nr. 42 56706
30 Minuten, D 2002

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