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Auslese zum Wunschkind - Filmvorschau -

Der Film geht auf die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft ein. Explizit werden Ultraschall, Tripletest, Fruchtwasseruntersuchung erwähnt, wobei diese Methoden nicht in ihren Details erläutert werden. Anhand von Fallbeispielen und Interviews von betroffenen Frauen kommen die seelischen Einflüsse und die Auswirkungen auf die Lebensplanung zur Sprache. Hebammen, Gynäkologen und Wissenschaftler nehmen zu ethischen Fragen des Themas Stellung und gehen auf Vor- und Nachteile der pränatalen Diagnostik ein. Anhand von Fallbeispielen wird außerdem geschildert, dass vorgeburtliche Untersuchungen nicht immer zuverlässige Ergebnisse liefern und dadurch für werdende Eltern die Gefahr bestehen kann, sich auf ein falsches Testergebnis zu verlassen. Angesprochen wird die Problematik, dass bei Spätabtreibungen eine große Zahl der Kinder die Abtreibung überleben ("Oldenburger Baby"). Die Grundaussage des Films ist eine klare Warnung vor medizinischen Risiken und ethischen Folgen eines unreflektierten Umgangs mit den vorgeburtlichen Tests. Er spricht sich für eine wohlüberlegte Vorgehensweise statt standardisierter Maßnahmen aus.

 

Der Film macht deutlich, wie gesellschaftliche Normvorstellungen, individuelle Lebensplanung und medizinischer Fortschritt die Existenz des Ungeborenen radikal in Frage stellen können und fragt damit nach der Moral, die solche Verfügungen gegenüber dem werdenden Leben rechtfertigt.

 

Dokumentarfilm von Sylvia Matthies, D, 1998, 30 Min.

 

Eignung:

Sek. II; Jugendliche; Erwachsene; ab 16

Schlagworte:

Familie, Gentechnologie, Kinder, Konflikte, Pränatale Diagnostik, Abtreibung, Behinderte, Ethik

Filmausschnitt


Willi wills wissen:

Was heißt hier

eigentlich behindert?

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